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03 Juni 2007

Die Allzweckwiese

Ich war heute wieder auf der grossen Stadtparkwiese, das erste Mal seit dem Polizeifestival. Wieder dröhnten die Lautsprecher, was mich doch geradezu wieder anzog. Als erstes erkennbar waren improvisierte Volleyballfelder, die jedoch nur sporadisch benutzt werden. Es handelte sich also nicht um eines dieser grossen Openair-Volleyballturniere, die in der Schweiz und Frankreich so populär sind. Dann kamen die ersten Zelteinheiten, die irgendwas anboten. Da die anbietenden Leute in den Zelten eher gelangweiligt und abwartend aussahen, wurde mir klar, dass keine Waren verkauft, sondern Informationen auf Wunsch ausgegeben wurden. A la billiger Heinrich fanden sich hier Vertreter von Massagen, Lichttherapiegräten, Facial creams, Schlammpackungen usw. Aha, eine Gesundheitsmesse im Festbeizoutfit. Denn vorne war wieder eine Riesenbühne aufgebaut mit einem erkennbaren Motto darübergespannt: "Egezsegvaros" - die Gesundheitsstadt. Hinter mir wurde im Schatten der Festbänke eine Grossleinwand mit unzusammenhängenden Inhalt bespielt. Doch typisch Ungarn, bald deklarierte dort ein wohl anständiger und bewusster Ehrmann vor einer Naturkulisse die Vorzüge des Gesundseins - wohl.
Ich hatte dann doch langsam das Interesse verloren, so dass ich nicht mehr dazu kam, die Veranstaltung auf die innere Kohärenz zu überprüfen, ob zwischen Gesundheitsbällen und lustigen Motormobilen auch Bier bewirtschaftet wurde.

27 März 2007

Hoch über der Stadt (Umzug vollbracht)

Tätäää. Ich habe es geschafft. Es gab schlussendlich doch viel mehr Material zum Zügeln, als ich gedacht habe. Jetzt bin ich saufroh und geniesse die länger anhaltenden Sonnenstunden im neuen Heim. Ist schon umwerfend was ich von hier oben, heute um 7 Uhr in der Früh, betrachten konnte.



21 Januar 2007

Stadtwanderung

Gestern bin ich noch hier am Déak Platz gestanden und habe beim Warten, die hilflosen Blicke der Touristen gesehen, die den Abfahrtsort des Metro-Ersatzbusses suchten (genau den, Patric und Michelle)
Die städtischen Verkehrsbetriebe sind - im Ernst - eine meiner Lieblingsbetriebe hier. Vor allem verfügen sie über eine gesunde Mischung zwischen Anarchie (siehe die Kontrollpersonen mit dem blauen Armstreifer, siehe auch Film Kontrol) und Pragmatik. Jedenfalls sieht man das auch in diesem Beispiel. Möchtegern-historische Wegweiser für Touristen sind dazu da, benutzt zu werden.


Man kann dem Restaurantbesitzer nichts vorwerfen. Er wollte eine anmächliche Fassade für sein Lokal haben.



Eine weitere Geschäftsidee. Es existieren jede Menge Lücken zwischen zwei Häuserblocks, wo aber in absehbarer Zeit nichts Neues gebaut wird. Und Parkplätze gibt es wenig in der Stadt. Ergo...


Hier das Prachtstück der T-Mobile, Ableger Ungarn (ehemaliger Telefonstaatsbetrieb und schnurstracks nach Wende an den Westen verscherbelt). Wieso sie hier wohl kein Logo anbringen?


Am Rande des Entwicklungsgebietes beim Klub West-Balkan. Dass die Werbung nicht die Realität abbildet, hatten wir schon immer irgendwie geahnt.


Dann war ich mal richtig im Osten. Wo das ungarische Tiefland beginnt, wird der Himmel weit. Diese Fläche ist auch gut vom Janos Berg aus wahrzunehmen.



So eine Metrostation sieht man noch selten.