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07 November 2006

Redaktionssitzung

Auf wahrscheinlich mehrfachen Wunsch hin, sollen auch mal Menschen im Mittelpunkt des Blogs stehen. Und zwar bildlich.
Gute Gelegenheit bot mir die heutige Sitzung der Budapester Redaktion der beiden Tiermagazine Vadon und Süni mit den Geldgebern der Göncöl Stiftung.
Die 5 Leute, die alle zwei Monate, in Zusammenarbeit mit dem Budapester Zoo, die Magazine herausbringen, sind gerade eine Ecke von der Promeniermeile Váci utca entfernt. Doch das Treppenhaus und die inneren Korridore sind am Abbröckeln. Im dritten Stock schreiben die RedaktorInnen in einem Büro von etwa 12 m2. Die Bilder sind auch dort entstanden.


Orsi (l.), Heni (M.) und Vilmos (r.) sind alle von der Göncöl Stiftung gekommen, um eine geplante DVD-Ausgabe mit den Redaktoren zu besprechen.




Gerade alle offenen PC-Gehäuse machten einen improvisierten Charakter












Während mein Chef Vilmos (hier links) noch heftig mit den Redaktoren diskutierte, war ich dann nach 2,5 Stunden Ungarisch "zuhören" schon ziemlich vernudelt.

06 November 2006

Wochengulasch Nr. 1

Die ersten 5 Tage sind gut überstanden. Nach der Ankunft am Donnerstag Nachmittag im Haus der Umweltstiftung Göncöl in Vác, habe ich jetzt mal alle ungefähr zehn, meist jungen Gesichter der MitarbeiterInnen gesehen. Der Chef Vilmos ist ein herzlicher knorrliger Typ um die 45, schwankend zwischen Aufbrausen und wegen-sich-selber-schmunzeln. Mit ihm habe ich auch hier im Göncölhaus am meisten zu tun, die anderen drücken sich, auch wegen der Sprache bisweilen, vor mir herum.
Ich muss also dieses NGO retten, oder besser der Welt erklären, wer sie sind. Zudem sollen die Kontakte in der Zwillingsstadt Donaueschingen besser "bearbeitet" werden.
Die Stadt Vác ist hübsch verschlafen, als Highlight wurde mir heute im Tourinform (ehemalige staatliche Auskunftsstelle) die 216 Mummien der Stadt angepriesen. (Wer schon mal im ungarischen Pécs war, hat dort Ähnliches vorgefunden).
Tourist-like ist auch mein Essverhalten hier. Zu günstigen Preisen gibt es wirklich sehr feine Sachen auswärts, z.B. Spätzli und Zwiebeln mit Schafskäse überbacken. Und damit das alles wieder wegkommt, habe ich mir heute im Hallenbad grad die 10er-Karte gelöst, nicht ohne mindestens drei Leute damit absorbiert zu haben.
In der Stadt der Kellerbars beginnt nun meine 2. Woche.

04 November 2006

in den Bakony Hügeln im Schnee

Gestern war ich von Vilmos, dem Chef des Umwelt-NGOs hier in Vac, eingeladen worden, das Vereinshaus einer Tochterorganisation der Stiftung besuchen zu kommen. Heute gab es ein grosses Zusammentreffen von ehemaligen Campleitern in diesem Gebäude in den Bakony Hügeln. Nach der Diaschau vor Ort zu schliessen, fanden jeweils sommers seit 20 Jahren sowas wie alternative Pfadilager statt (z.B. Bauen eines keltischen Bodenofens).

Auch rund um das Haus gibt es viel Selbstproduziertes, was mich stark an den Besuch der Kollektive Longomai, bei uns in der WG erinnerte. Neben Kräutergarten, Obstbäumen, Ziegen und Schafen existiert auch ein traditioneller Ofen:










Ich erlebte bereits meinen ersten Wintertag. Der Wald war schon verzuckert.





Und das 200-Seelen-Dorf verwandelte sich innert Kürze:



Nun, was die Kommunikation mit den 30 Leuten anging: Es ist wohl Zeit, Ungarisch zu lernen. Sich selber jeweils einen Übersetzer zu organisieren, kann es wohl nicht sein.
Im englischsprachigen Budapester Ausgehmagazin antwortete ein hier ansässiger Amerikaner, ob er Ungarisch spreche: "Enough to get by, not enough to get to know women who don't speak English."
Ehrlicherweise ist anzufügen, dass es für ersteres keines Ungarischen bedarf.

03 November 2006

Haus und Umgebung

Heute gings richtig los: Ich wurde gebrieft, was es zu tun gibt. Eher eine allgemeine Problemstellung, als ein klarer Ablauf. In Kürze: Wie kann Göncöl, dieses NGO, überhaupt und klar verständlich wahrgenommen werden?
Unterdessen habe ich meine nähere Umgebung kennengelernt. Die besten Sites erwischte ich wieder mal ohne Kamera, sorry. Z.B. der Supermarkt, direkt vor dem Friedhofshügel. 'Shopping till you die' vielleicht etwas zu wörtlich genommen.
Das ist das Göncöl-Haus von der Donaupromenade her. Das viele Holz wird diesen Winter in der umgebauten Holzheizung verfeuert. Momentan geht sie aber nicht richtig, so dass 14 Grad im Haus herrschen.


Donaupromenade ist wohl etwas untertrieben, es breitet sich ca. 100m Flachland aus, von den Kommunisten aufgeschüttetes Land. Mitten daraus sieht man an die Rückseite von einigen schönen Gebäuden.


Ja, ja, gebts zu, ihr wollt einfach nur die Donau sehen! Hier ist sie, reichlich unspektakulär: